Wilde Hunde auf der Radreise

Beinahe jeder Fahrradfahrer kennt die Situation, bei der plötzlich aus dem Nichts wilde Hunde auftauchen und Interesse an uns Radlern zeigen. Die Begegnungen mit wilden Hunden als auch anderen Hunden sind meist freundlich geprägt, doch gibt es auch gelegentlich gefährliche Situation.

In diesem Artikel schildere ich dir meine Erfahrung mit wilden Hunden auf der Radreise. Dabei bin ich auf wilde als auch Hofhunde in Italien, Serbien, Bulgarien, Rumänien und vielen weiteren Ländern gestoßen und gebe dir Handlungsoptionen für den Umgang mit ihnen.

Siehe auch: Kaffee auf der Radreise

Hund beim Fahrrad fahren

Der unterschied zwischen Hofhunden und wilden Hunden

Die Hofhunde

Viele Begegnungen, in denen ich gejagt wurde waren mit Hofhunden. Deren Instinkt sieht in mich in Ihren Augen als vorbeifahrenden Radfahrer erstmal einen Eindringling in ihr Territorium. Dementsprechend gilt es für sie mich zu vertreiben. Oftmals war das für mich verbunden mit einem Sprint. Sowohl von mir als auch dem Hund. Zwar hatte er mich dann weiter als das eigentliche Grundstück verfolgt, doch haben Sie meistens nach ein paar weiteren Metern von mir abgelassen. Dafür waren diese deutlich aggressiver was das Verhalten anging, weswegen ich deutlich mehr Respekt vor ihnen hatte. Ein Brüllen meinerseits half hier nicht weiter.

Wilde Hunde

Die wilden Hunde waren bis auf wenige Ausnahmen das komplette Gegenteil gegenüber den Hofhunden. Diese waren oft scheu oder größtenteils „Desinteressiert“. Sie wirkten auf mich wie verstoßen und lediglich auf der Suche nach etwas zu essen. Daher war das vermeintliche Interesse an mir eher von kurzer Dauer und in vielen Fällen gar nicht erkennbar.

Wie unterschiedlich das Verhalten ist, zeigt das nachfolgende Bild. Auf einem verlassenen Campingplatz in Serbien hatte ich mein Zelt aufgeschlagen, wobei nachts zwei wilde Hunde meine Nähe suchten und sich nah an meinem Zelt entspannten.

Eine weitere Begegnung mit einer Gruppe von circa zehn wilden Hunde dagegen hatte meinen Adrenalinspiegel deutlich ansteigen lassen. Diese waren sehr mutig und kamen mir und meiner Freundin mit lautem Gebell sehr nahe. Hier half ein beherzter Schrei aus um die Gruppe zu vertreiben.

Deine Handlungsoptionen für wilde Hunde

Wie oben beschrieben waren die meisten wilden Hunde sehr entspannt und friedlich. Sollte es doch einmal zu einer unangenehmen Situation kommen, hatten folgende Handlungen ein entschärfen der Lage zur Folge:

  • Langsamer fahren oder anhalten damit der Jagdinstinkt aufhört zu wirken
  • Die wilden Hunde laut anbrüllen
  • Weiter fahren und außer Reichweite geraten

Zudem möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich erwähnen, dass mich in den vielen tausend Kilometern fahrt bisher kein Hund je gebissen hat 🙂

Siehe auch: Kreativ und Kurios – Hunde

Hund Fahrrad

Tools und Tipps zu wilden Hunden

Ab Bulgarien hatte ich ein Pfefferspray dabei, welches ich jedoch kein einziges Mal einsetzen musste. Für das Gefühl, gegen wilde Hunde gewapp et zu sein und eine weitere Option zu haben, könnte es eine Überlegung wert sein. Eine neue Alternative beschrieb mir Michael in seinem Interview. Ein Dazzer soll einen für den Menschen nicht wahrnehmbaren, aber für Hunde sehr unangenehmen Ton senden der diese auf Abstand halten soll. Mir ist jedoch nicht bewusst, wie sehr es diese Hunde dann doch trifft. Daher wage ich an dieser Stelle keine Aussage zu den Auswirkungen auf einen Hundekörper.

Siehe auch: Donauradweg in Etappen – Michael berichtet über seine Radreise Erfahrungen

Siehe auch: Das Fahrrad Camping Kochbuch ist da!

Hattest du bereits Erfahrungen mit wilden Hunden und hast weitere Tipps? Dann lass es uns wissen und hinterlasse einen Kommentar.

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