Ukraine – Das Osteuropa Finale

Odess Ukraine Stadtschild Innenstadt Hauptbahnhof

„Why did you come to Ukraine? It is a bad country!“ Bei dieser Begrüßung in Odessa fragte ich mich, was die eigenen Einwohner über die Ukraine denken. Mehrmals wurde mir von Einheimischen die Frage gestellt, warum ich ihr Land bereise. Wie mein Aufenthalt war – das erfährst du jetzt!

Die Strecke in der Ukraine

Kilometer: 103 Km
Radstunden: 8:04 Stunden
Höhenmeter: 520 Meter

 

Die Touren in der Ukraine

Von Tiraspol nach Odessa / 103 km – 520 hm

Die Ukraine kannte ich bis zum Grenzübertritt ausschließlich aus den deutschen Nachrichten. Schlagwörter wie Krisengebiet, Krim und die wohl neben Kiew bekannteste Stadt Donezk. Ich war neugierig was dieses Land für mich bereit hält. Denn wenn ich eins während der Reise gelernt habe dann, dass der Ruf und die Realität oft weit auseinander liegen.

Von Tiraspol aus erreichte ich nach 25 Kilometer die Grenze. Der Grenzposten bei Strasburg war stark überlaufen, was mich zwar wunderte, aber die Einreise zurück in die EU lief problemlos.

Siehe auch: Transnistrien – Der russische Teil Moldawiens

Starke Hitze und das abendliche Bierchen mit meinen Hostelmitbewohnern steckte mir noch in den Knochen, aber zumindest zu Beginn machte sich der „Sprit“ positiv auf die Stimmung bemerkbar 😉 Doch nach der Grenze ging mir aufgrund der abartigen Hitze das Wasser aus. Mit Mühe und starker Überzeugungsarbeit konnte ich mit meinen letzten rumänischen Lei, zu einem unglaublich schlechten Kurs, eine zwei Liter Flasche bei einem Kiosk ergattern. Wasser hat noch nie so gut geschmeckt!

Auf einer ruhigen Hauptstraße fuhr ich also vorbei an Sonnenblumenfeldern und Ackerland, durch kleine Dörfer in Richtung Odessa. Je näher die Hafenstadt kam, desto befahrener wurde es. Trotzdem waren die Autofahrer angenehm vorsichtig mit mir.

Das Stadtbild war so wie ich es Moldawien kannte. Sowjetische Bauweise und leicht verfallen. Im Stadtkern übernachtete ich in einem Hostel mit dem Namen Grand Babshuka Hostel, das wie der Name vermuten lässt, von einer Großmutter geführt wurde.

Odessa

Odessa in der Ukraine war mein letzter Stop auf der Osteuropa Route.
Sie hat unglaublich viel zu bieten. Um nur einen Auszug zu nennen:

 

Der Stadtstrand – Der Stadtstrand befindet sich nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt und hat unterschiedlichste Bereiche. Es reihen sich Bars aneinander und das Wasser ist für eine Stadt angenehm. In diesen Tagen war etwas mehr los, aber es war trotzdem möglich einen angenehmen Platz zu finden.

 

Ukrainisches Essen im Kompot – Zugegeben, die Ukraine ist zumindest bei uns, nicht unbedingt für das Essen bekannt. Trotzdem liebe ich es Lokales auszuprobieren. Das Restaurant feierte zu diesem Zeitpunkt gerade sein einjähriges bestehen und hat typische Gerichte aus der Region auf der Speisekarte.

 

Die Altstadt von Odessa – Die Altstadt bietet, neben den im Zentrum befindlichen Betonbauten, eine schöne Abwechslung und kann sich mit den Altstädten in Westeuropa messen. Zu erwähnen ist beispielsweise die 2007 neu eröffnete Oper. Da ich nicht dazugekommen bin viele Bilder zu machen, findest du unter diesem Link einen Artikel des Nachrichtenmagazins Welt zu Odessa.

 

Trotzdem wurde ich von Einheimischen mehrmals gefragt, warum ich ihr Land bereise. Als ich erwähnte, dass ich die Tour mit dem Fahrrad mache, haben die meisten nur ihre Augenbrauen verzogen. Es wäre kein gutes Land um darin zu leben. Als Tourist konnte ich von außen nichts erkennen was darauf schließen lässt. Diese Offenheit hatte mich trotzdem überrascht.

Auch schien die Krim Krise noch allgegenwärtig und immer noch Menschenleben zu kosten, während man in Deutschland davon in den Medien nichts mehr mitbekommen hatte.

Dem gegenübergestellt konnte ich selbst nichts negatives feststellen, eher im Gegenteil. Mir gegenüber waren die Menschen hilfsbereit und offen. Dies zeigte sich besonders als ich meinen Aufenthalt beendet habe und auf dem Weg zum Flughafen von einem Auto angefahren wurde.

Doch mehr dazu liest du im nächsten Blogbeitrag.

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