Radreisen im Rheingau

Der Rhein bietet entlang des Rheingaus einige hervorragende Fahrradstrecken, die es lohnt erkundet zu werden. Nahe an Frankfurt am Main, Wiesbaden sowie Mainz befindet sich das schöne Rheingau, welches es durch seinen Weinanbau und seine malerischen Städte zu weltweiter Bekanntheit geschafft hat. Also genau das Richtige für einen Ausflug mit dem Fahrrad um diese wasser- und aussichtsreiche Gegend zu erkunden. In diesem Artikel liest du, warum sich eine Reise ins Rheingau lohnt, wie die Qualität der Radwege ist und welche Highlights dich auf der Strecke erwarten.

Das Rheingau

Das Rheingau erstreckt sich von Walluf bis Lorchhausen auf der rechten Rheinseite bis hin zum Taunushauptkamm bis zum Rhein. Das Rheingau zählt zum Rhein-Main-Tiefland und ist bekannt durch das gleichnamige Weinanbaugebiet Rheingau. Zahlreiches gibt es nicht nur für den Radreisenden zu entdecken. Neben Schlössern, Kloster und Kirchen gibt es eine Fülle an unterschiedlichen Weingütern.

Anreise in das Rheingau von Frankfurt am Main

Die Anreise von Frankfurt am Main Hauptbahnhof bis an das Rheingau ist relativ einfach mit der Bahn möglich. Mit einem RMV Ticket kannst du das Fahrrad sogar kostenlos mitnehmen. Für uns ging die Reise von Frankfurter Hauptbahnhof bis nach Walluf zum Beginn der Tour. In stündlichen Abständen fährt die Bahn in Richtung Neuwied und es war ausreichend Platz für uns und unsere Fahrräder vorhanden, und das an einem Samstag Morgen. Dabei benötigt die Bahn circa 40 Minuten und fährt über den Hauptbahnhof von Wiesbaden.

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Radwegnetz und Strecke im Rheingau

Die Radstrecke im Rheingau von Walluf aus ist gut ausgebaut. Überwiegend Asphaltwege in direkter Nähe zum Rhein bietet nicht nur einen angenehmen Fahrspaß sondern gleichzeitig auch ein herrliches Panorama. Gelegentlich führt der Radweg R3 entlang der Bundesstraße, diese Abschnitte halten sich jedoch in Grenzen. Der Radreisende kann wählen, auf welcher Rheinseite er im Rheingau fährt. So gibt auch die Möglichkeit, immer wieder mit Fähren auf die andere Seite des Rheins zu gelangen.

Die Ausschilderung ist durchweg gut, so dass du nicht zwingend auf eine externe Navigation angewiesen bist. Die Strecke welche wir uns ausgesucht hatten ging von Walluff bis nach Rüdesheim und anschließend zurück zum Kloster Eberbach. Am nächsten Tag fuhren wir auf der anderen Rheinseite. Bei Oestrich-Winkel ging es mit der Fähre nach Frei-Weinheim und mit dem Fahrrad weiter über Bingen bis nach Trechtingshausen und dieselbe Strecke zurück.

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Übernachtungen mit dem Fahrrad im Rheingau

Aufgrund der Idylle und eines guten Marketings erfreut sich das Rheingau an steigendem Tourismus. Besonders aus dem asiatischen Raum zieht es viele Reisegruppen mit Bussen in die Region Dies kann man beispielsweise gut in dem Städtchen Rüdesheim erkennen, bei dem viele Werbeaufsteller der ansässige Geschäfte neben deutscher und englischer Sprache auch chinesische Schriftzeichen darstellen. Dadurch bieten sich dem Radreisenden auch einige Übernachtungsmöglichkeiten vom Campingplatz bis hin zum 5 Sterne Hotel. Besonders am Rhein gibt es den einen oder anderen Campingplatz mit Seeblick der zum Verweilen einlädt.

Fleißige Leser meines Blogs wissen, dass ich gerne Campe und das auch wild. Doch im Rheingau hat es mich dann doch in das beschauliche Kloster Eberbach verschlagen. Dieses idyllische Kloster durchlebte in den letzten Jahrhunderten turbulente Zeiten, vom Aufbau im 12. Jahrhundert über Auflösung des Klosterordens, Plünderungen und schließlich der heutigen Restauration. Wer sich für die Geschichte des Klosters interessiert, der kann auch eine einstündige Führung und mehr über die Historie sowie den Weinanbau des Klosters erfahren.

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Highlights im Rheinhau

Kloster Eberbach

Das historische Kloster Eberbach befindet sich nur wenige Meter abseits der Radstrecke mit schönen Gebäuden und einer erlebbaren historischen Geschichte. Der Hauseigene Shop bietet den Wein aus eigener Herstellung an was für diese Region überhaupt ein wahren Genuss darstellt.

Die Radstrecke

Der Radweg R3 entlang des Rheins ist malerisch und führt bis auf kleine Ausnahmen abseits von Bundesstraße oft direkt am Rhein entlang. Für Fahrradfahrer ein wahrer Augenschmauss.

Weinseilbahn inkl. Monument zur Reichsgründung

Auf der Strecke in Rüdesheim gibt es die Historische Seilbahn welche in einer Gondel über die Weinberge auf der rechten Seite des Rheins fährt.

Rückreise vom Rheingau nach Frankfurt

Die Rückreise gestaltet sich ähnlich wie die Anreise mit der Bahn und der Fahrradmitnahme entspannt. Sonntag ist mit einem erhöhtem Reisenden Aufkommen zu rechnen, zumindest hatte ich den Eindruck dass deutlich mehr Fahrgäste als Samstags unterwegs waren. Einen Fahrradplatz hatten wir trotzdem bekommen.

Ein Einstieg ist an den Bahnhöfen auf der rechten Seite des Rheins wieder über Wiesbaden nach Frankfurt am Main möglich. Wir sind bei der Rückreise in Oestrich-Winkel zugestiegen, da wir dort auch mit der Fahre von der anderen Rheinseite kamen.

Fazit

Eine Radreise direkt an einem Fluss ist für mich immer wieder ein Highlight. Ob entlang der Donau in Bulgarien, der Etsch bis an den Gardasee und nun auch im Rheingau. Diese Fahrten lassen mein Fahrradherz höher schlagen. Kombiniert mit tollen Möglichkeiten einzukehren und guter Ess- und Trinkkultur ist das Rheingau, auch über ein Wochenende hinaus, eine (Rad)Reise wert.

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