Bella Italia- Die Nordküste Siziliens

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Bella Italia! In einem meiner ersten Blogposts bin ich bereits darauf eingangen, wie Abwechslungsreich der südliche Teil der sizilianischen Landschaft ist und für Radreisende deswegen besonders interessant sein kann. Meine Radreise führte mich einmal um die Insel. So konnte ich die Nordküste erkunden und ohne bereits an dieser Stelle zu viel zu Verraten – die Küstenfahrten waren beinahe unbeschreiblich. Ich versuche es trotzdem.

Strecke entlang der Nordküste

Die Strecke von Palermo bis nach Messina verläuft immer an der Nordküste Siziliens und aufgrund von nicht vorhandenen Radwegen meist an einer Strada Provinciale oder Statale entlang. Der Eurovelo 7 ist sogar für diese Teilstrecke noch nicht einmal geplant. Doch durch die Nähe zum Meer und dem geringen Verkehr, zumindest außerhalb der Einzugsgebiete von Palermo und Messina, kann man sich gut auf die schöne Landschaft konzentrieren und es gibt immer wieder schöne Seitenstraßen die weniger befahren sind. Abwechslung ist durch kleinere Anstiege und das tolle Panorama gegeben. Um zur die Metropolitanstadt Messina selbst zu kommen, gibt es die Möglichkeit die Küste am Norden auszufahren oder über einen Anstieg die Höhenmeter noch einmal nach oben zu treiben. Dafür wurde ich dann bei der Abfahrt nach Messina mit einen schönen Blick auf die Stadt belohnt. In Zahlen ausgedrückt ergibt sich von der Strecke Palermo – Messina folgendes:

Kilometer: 263 Km
Radstunden: 15:46 Stunden
Höhenmeter: 2.530 Meter

Sollte dich der genaue Streckenverlauf interessieren dann schau hier auf mein Komoot Profil.

 

Städte an der Nordküste

Cefalù

Die italienische Gemeinde Cefalù gehört zum Gebiet Palermo und ist circa 70 Kilometer entfernt. Leicht zu erkennen ist, dass die Einheimischen zwei Einnahmequellen haben, nämlich den Tourismus und die Fischerei. Was das Städtchen ausmacht, ist die Hanglage. Direkt an der Küsten ist von vielen Stellen innerhalb der Stadt eine schöne Aussicht auf das Meer möglich. Wie in den anderen Städten Italiens beherrscht hier die Kirche am Marktplatz (Normannenkirche) das Stadtbild. Für einen Tagesausflug von Palermo ist sie entweder mit dem Bus oder Zug zu erreichen. Hier hatte ich ein freundliches B&B etwas außerhalb der Stadt und die Vermieter wollten es mir wohl für eine positive Bewertung auf Booking.com besonders recht machen, denn ich war der erste Gast überhaupt. Da kam der Vermieter dann am Abend noch mit einem Schokoeis an das Apartment und seine Frau servierte mir soviel Kaffee wie ich wollte 🙂

 

Capo d’Orlando

Die mit ihrem Namen eher an die für Freizeitparks bekannte Region im amerikanischen Florida erinnernde Kleinstadt, gehört bereits der Metropolitanstadt Messina an. Ebenfalls liegt sie direkt an der Küste. Der gleichnamige Kap gibt ihr schließlich den vollen Namen. Viele Attraktionen hat die Stadt ehrlicherweise nicht zu bieten, dafür trumpft sie mit einer langgezogenen Strandpromenade. Ich nutzte die Zeit um meine Wäsche zu waschen und meinen Blog zu aktualisieren. Die Einwohner scheinen aber sehr stolz auf ihr Basketballteam zu sein, das in der höchsten italienischen Liga Lega Basket Serie A spielt.

 

Messina

Messina ist mit seinen 238.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Siziliens und für mich der Punkt, an dem meine Sizilienumrundung endete und ich die Fähre auf das Festland genommen habe. Gleichzeitig war es eine persönliche Premiere was die Unterkunftsart angeht, denn hier habe ich zum ersten Mal Air BnB ausprobiert. Es hat sich als gute Entscheidung herausgestellt. So hatte ich Kontakt zu zwei Einheimischen, die mir die Stadt Kulturell und im Nightlife näher bringen konnten. Natürlich gibt es hier für das Stadtzentrum einen im 12. Jahrhundert errichteten Dom, der aufgrund verschiedener Katastrophen mehrmals neu aufgebaut worden ist. Zu der Zeit an Ostern sind alle Kirchen bis 24 Uhr geöffnet und für Gäste begehbar. In Messina wurde ich schließlich auf einen Band Contest eingeladen. Die beste Coverband aus insgesamt sieben, bei denen Queen, Slayer und Lieder italienischer Bands gespielt wurden, haben sich die Dire Straights durchgesetzt. Absolut verdient!

Nach zwei Nächten in Messina ging es dann anschließend auf die Fähre nach Reggio Calabria. Eigentlich. Warum ich nicht dort sondern an einem ganz anderen Ort angekommen bin, wie meine ersten Couchsurfing Erfahrungen waren und welches Equipment der Packliste aus dem Shop sich durchgesetzt hat, liest du in meinem folgenden Beitrag zum Süden Italiens!

Zum Abschluss hier in einem kurzen Video noch ein paar bewegte Eindrücke.

Radsportliche Grüße, dein Tim

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